MYOG & DIY




Diese beiden kleinen „Helferli“ (90 gr. pro Stück/ L 81 cm) habe ich in grosser Ausführung bei meiner Feuerstelle im Wald. Da sie sich als äusserst praktisch erwiesen haben, nehme ich sie auf alle meine Touren mit! Dafür habe ich daumendicke Äste von einem Haselstrauch abgeschnitten, die Rinde und auch ein wenig Holz abgetragen, damit sie noch leichter werden. Anschliessend habe ich sie mit Fett für Lederschuhe eingerieben, damit sie nicht spröde werden und somit länger halten. Die Enden sind natürlich angespitzt, um sie in die Erde zu stecken.

(Seit bald einem halben Jahr begleiten sie mich schon und sind immernoch brauchbar.)

„Auf einer anstrengenden Tour, bin ich enorm dankbar dafür, dass ich solche nicht auch noch suchen muss.“



Ganz etwas Neues

Wir kaufen so viele Dinge, welche uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt. Alles was wir brauchen, ist manchmal ein wenig Inspiration, um selber aktiv zu werden. Der kleinste Hering wiegt 4g, der zweitkleinste 8g und die anderen wieg ich nicht, da sie für die Verwendung vor Ort bestimmt sind. Viel Spass beim selbermachen 😄


Feuer im Regen

- Sogar nasses Holz brennt darin. Rinde falls nötig entfernen. -

Solch ein Ofen kann man aus einer Blechdose (70g) oder aus einem ausgedienten Töpfchen herstellen. Einfach kleine Ästchen rein stopfen, anzünden, fast fertig! Glaub mir, der Hobo Ofen entwickelt eine Affenhitze und kann schrittweise zu einem grossen Feuer geführt werden. Der wesentliche Vorteil meines aktuellen Töpfchen Ofens (96g) ist der, dass er Griffe hat und ich ihn dadurch problemlos umplatzieren kann. Eine Blechdose hat den Vorteil, dass sie kostenlos ist, hat aber den Nachteil, dass sie nur schwerlich bis gar nicht umplatziert werden kann, wenn sie einmal brennt.

Die Erfinder dieses Ofens sind die Hobos. Wanderarbeiter von Nord Amerikas bis 1930.


WINTER TARP

Das selbst hergestellte Mini Tarp gehört zu meinem Winter Equipment und wiegt knapp 100 Gramm (inkl. Schnüren). Im Winter brauche ich kein Moskitonetz und auch kein Vordach (da es nicht regnet). Deshalb kann das Tarp ruhig klein sein. Als Stauraum dient mir der Rucksack & der Schlafsack. Im Winter empfehle ich sowieso die Kleider & Schuhe, über Nacht im Schlafsack zu verstauen, damit sie so am Morgen nicht so eiskalt sind.

- ANLEITUNG ZUM SELBER MACHEN -


Wie du siehst (oder eben nicht), kann man die Folie kaum erkennen! Aus diesem Grund markiere ich als erstes alle vier Kanten, mit einem wasserfesten Filzstift. Keine Sorge, am Schluss sind alle schwarzen Striche verschwunden.

Breites Panzertape der länge nach am Boden fixieren. Dannach eine markierte Kante, sorgfältig auf das Tape legen und andrücken. Nimm dir Zeit, ansonsten wirst du wüste Falten im zukünftigen Mini Tarp haben. Es wird dir umso mehr Freude bereiten, wenn du am Schluss ein sauber verarbeitetes, selbstgemachtes Tarp in den Händen hältst.


Am Ende, sind alle vier Kanten mit Panzertape versehen und das überschüssige Tape, mit der Schere abgeschnitten. Zum einen, sehe ich so die durchsichtige Kante des Tarps gut, was sehr wichtig für mich ist, denn sonst stolpere ich in der Praxis leicht drüber! Zum anderen verstärkt es die Folie leicht und kann so ohne Sorgen, gut mit Schnüren fixiert werden.

Jetzt noch beliebig viele Schnüre anbringen und fertig ist das ultra leichte Mini Not Tarp. Dazu habe ich ein durchsichtiges Tape mit feinen Fäden darin verwendet, welches extrem reissfest ist. Durch das Forum habe ich erfahren, dass sich dieses Tape evt. bei Sonnenlicht löst. 

Wenn man es aber nur in der Nacht benützt, sollte dieses Tape gut mithalten. Beim nächsten Tarp, werd ich mal Pakettape ausprobieren. Das kann aber noch ein Weillchen dauern, da es immernoch ganz ist 🤙. Die Schnüre habe ich dann vor Ort angepasst. Viel Spass beim Selbermachen 😉.


Material: Panzertape & durchsichtiges Tape mit Fäden oder Pakettape,  TLD Poly Ground Zeltunterlage

Masse: 1.40 m x 2.40 m              Gewicht: 100 Gr. mit Schnüren.      Zeitaufwand: 2 h