Natur & Spiritualität



Die Natur

Für mich ist die Natur und die Suche nach einem tieferen Sinn im Leben, von zentraler Bedeutung. Sehr inspirirend, war für mich die Lebensweise der Indianer.

 Sie lebten im Einklang mit der Natur, nahmen nur das, was sie zum leben brauchten, verwendeten alles und produzierten somit keinen Müll. Auch Strom, Gas, Atomkraft, Autos oder Züge brauchten sie nicht. Sie lebten in völligem Einklang mit der Umgebung, den Tieren und Pflanzen. Sie waren sich bewusst, dass sie alle Fähigkeiten in sich tragen, um in Frieden und Harmonie in der Welt in der sie lebten, überleben zu können. 

„Wer draussen in der Natur ist, wird automatisch offener, sieht und hört mehr, was um einem rundherum geschieht. Man ist näher beim eigenen und dem Ursprung der Umgebung, der Tiere, Pflanzen und der Steine. Dem Feuer, dem Wind, dem Wasser und der Erde.“ 

Outdoor Maniak, Nov. 2020




Aus dem Reich der Tiere


Gelegentlich lese ich aus dem Buch „Das Medizinrad“ von Sun Bear & Wind Wabun. Es werden darin zwölf Tiere und ihre ganz besonderen Eigenschaften beschrieben. Durch das Lesen dieser indianischen Einsichten werden wir fähig, vom jeweiligem Totem zu lernen und unser eigenes Verhalten besser zu verstehen.

Schneegans

Diejenigen die zwischen dem 22. Dezember und 19. Januar geboren sind, haben die Schneegans als Totem aus dem Reich der Tiere. Dieser Zeitraum ist dem Mond der Erneuerung zugeschrieben. Die Erde wird mit einer weissen kalten Decke bedeckt und die Samen, der vorangegangenen Zeit, überwintern bis es erneut warm wird. Die Schneegänse lieben den Schnee. Sobald es in einer Region Frühling wird, fliegen sie weiter in das nächste winterliche Gebiet. Wenn es sein muss bis zu 5000 km! Auch Schneegans Menschen können, wenn sie im Einklang mit sich sind, eine bemerkenswerte Ausdauer an den Tag legen. Auch wenn es ewig dauert, werden sie mit grosser Treffsicherheit ihr Ziel erreichen. Schneegänse können einander stundenlang das Federkleid putzen. Ausdauer, Geduld und Genauigkeit, scheinen den Schneegänsen in die Wiege gelegt. Zudem sind sie sehr gesellige Tiere, welche in grosser V - Formation, mit bis zu 30´000 Schneegänsen unterwegs sind.


Otter

Vom 20. Januar bis 18. Februar ist der Mond der Rast und der Reinigung. Der Otter ist das Tier Totem dieses Monats. Der Otter selbst, wird als eines der liebenswürdigsten und verspieltesten Tiere der Wildniss betrachtet. Bevor Wilderer damit begannen, den Otter, wegen seinem strapazierfähigen und schönen Fell tot zu schlagen, waren diese sehr zutraulich. 

Otter Pärchen haben tiefe Gefühle für einander. Wenn das eine stirbt, werden sie monatelang traurig. Beide sorgen länger für den Nachwuchs, als viele andere Tiere. Kein Wunder! Denn so wie die Jungen, lieben es auch die ausgewachsenen Otter, Rutschbahnen aus Schlamm und im Winter aus Schnee zu bauen, um glücklich darauf runter zu rutschen.

Otter Menschen haben das Talent, sehr spielerisch mit „allem“ umgehen zu können. Sie sind ausserordentlich hilfsbereit, mutig und sanftmütig. Sie sollten aber darauf achten, dass ihre grosszügige Hilfsbereitschaft nicht ausgenützt wird.


Puma

Diejenigen welche zwischen dem 19. Februar und dem 20. März geboren sind, haben den Puma als Totem aus dem Reich der Tiere. Die Pumas sind geduldig, lautlos und einzelgängerisch. Jeder Puma hat sein individuelles Revier und dulden keine anderen Artgenossen. Um ein anderes Tier zu erlegen, schleichen sie sich oft mehrmals an, bis sie die geeignete Position, um anzugreifen gefunden haben. Wenn es sein muss, können sie einen ganzen Tag und auch noch die Nacht, auf einem Felsen oder einem Ast lauern, bis sie ihre Beute erlegen können. 

Pumas sind sehr neugierig und es kann durchaus vorkommen, dass ein Puma einem Menschen ein wenig hinterher läuft. Pumas sind für Menschen ungefährlich, ausser man bedroht sie.

Pumas werden 2 - 2 1/2m gross und 75 - 150kg schwer. Sie bekommen in der Regel zwei Junge, wobei sich die Mutter sehr liebevoll um die Kleinen kümmert. Das Männchen nimmt am Aufziehen der Jungen nicht teil.


Red Hawk

Diejenigen welche zwischen dem 21. März und dem 19. April geboren sind, haben den Rotschwanz Habicht als Totem aus dem Reich der Tiere. Der Rote Habicht oder Red Hawk, ist ein grosser Vogel, welcher bis zu 60cm lang wird und eine Flügelspannweite von bis zu 1.5m erreicht. Seine Lieblingsspeise sind Klapperschlangen, wobei es aber auch vorkommt, dass der Habicht selbst von einer Schlange gegessen wird. Rote Habichte sind sehr anpassungsfähig und es gibt sie noch heute an vielen Orten von Nord Amerika, wo andere Habicht Arten ‚,verschwunden“ sind. Sie werden bis zu 14 Jahre alt und ziehen ihre Jungen gemeinsam gross. 

Der Himmel ist der Lebensbereich der Habichte & ebenso der der Habicht-Menschen. Von hier aus können sie deutlich erkennen, wie sich die Dinge auf Erden verhalten sollten und unternehmen gerne Schritte, um eine Situation zu verbessern. Sie sind Jäger und stürzen sich förmlich in neue Projekte oder Angelegenheiten, für welche sie begeistert sind. Genau wie der Habicht, müssen diese Menschen, welche in diesem Totem geboren wurden, aufpassen, nicht selbst von interessanten Dingen oder Tätigkeiten verzerrt zu werden! Zum guten Glück sind sie aber gute Beobachter und können sich auch mal zurückziehen, wenn es nötig ist, um vergangenes, gegenwärtiges oder zukünftiges, gewissenhaft zu überdenken.


Biber



Diejenigen, welche zwischen dem 20. April - 20. Mai geboren wurden, haben den Biber als Totem Tierbereiches.Der Biber ist das zweit grösste Nagetier der Welt und hört in keinem Stadium des Lebens auf zu wachsen. Sie werden bis zu 35kg schwer und zwischen 90cm & 1.20m gross. Ausser dem Menschen, ist es das einzige Lebewesen, welches die Umwelt drastisch verändern kann, um für sein eigenes Wohlbefinden, Frieden und Sicherheit zu sorgen. 

Sein Körper ist auf erstaunliche Weise an seine Lebensweise und die Umwelt angepasst. So kann er mit nur einem Atemzug, mehr als 15 Minuten Unterwasser bleiben, um an seinem Damm zu arbeiten. Seine Augen sind mit durchsichtigen Membranen geschützt und die Nasenlöcher, den Rachen und die Ohren, können sie verschliessen, damit kein Wasser eindringt. Biber sind Veganer und ernähren sich am liebsten von den Blättern und dem süssen Inneren der Rinde der Zitterpappel. Schilf, Gräser, Kräuter und Sträuche stehen ebenfalls auf ihrer Menu Karte.

Biber sind wahre Architekten. Mit ihren Pfoten bauen sie Kanäle und Schläusen, in ihre Dämme ein und sind sogar in der Lage, den Wasserspiegel je nach Bedürftnis zu regulieren! 

Biber leben in Gemeinschaften von bis zu 5 Erwachsenen und vielen Jungen! Wobei die kleinen Biber vom letzten Wurf, sogar bei der Umsorgung des neuen Wurfes mithelfen. Kein Wunder! Denn die Bibermutter vertreibt ihren Partner nach der Geburt der Kleinen. Das Bibermännchen kommt aber später wieder zurück, wenn sich die Alte beruhigt hat 😂 Ein Biberpärchen bleibt ein ganzes Leben lang zusammen.

Weitere Tiere folgen 🙂

Hier geht‘s zur Sparte Spiritualität